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Der Braunkohlebergbau in der Mantscha

Árpád Kunzfeld

HLK-Blog 07/2026 (8. 5. 2026)

Der ehemalige Braunkohlebergbau in der Mantscha westlich von Graz in der Marktgemeinde Hitzendorf ist vielen von uns heute nicht mehr bekannt, denn die einstigen Stollen dieses Bergbaus sind zur Gänze verbrochen, die Halden mit Wald überwachsen und die Betriebsanlagen abgetragen worden. Auch ist und war dieser ehemalige Bergbau auf keiner handelsüblichen Karte eingezeichnet und die Geschichte des Bergbaus lag immer im Dunklen, denn die wenigen wissenschaftlichen Arbeiten konzentrieren sich in erster Linie auf Themen der Geologie und der Lagerstättenkunde.

Braunkohle

Kohle und ihre Eigenschaft zu verbrennen und beim Verbrennen Wärme abzugeben war bereits dem griechischen Philosophen Theophrast (322–287 v. Chr.) bekannt, als er schrieb: Unter den zerbrechlichsten Steinen gibt es einige, die, wenn man sie in ein Feuer bringt, wie angezündete Kohlen[1] werden und lange so verbleiben. Sie fangen Feuer, wenn man glühende Kohlen darauf wirft ... . Trotz alledem dauerte es fast an die 2000 Jahre, bis die Menschheit begann, sich der Kohle[2] als Brennstoff zu bedienen und diese bergmännisch abzubauen.
Kohle entstand ursprünglich aus abgestorbenen Pflanzen, wie beispielsweise aus Bäumen einstiger sumpfiger Regenwälder. Diese Sümpfe und Moore waren es, aus denen später die heutigen Kohlenflöze entstanden. Bis es aber soweit war, war ein langer Prozess notwendig. Ausgehend von der Tatsache, dass in Mooren und Sümpfen der Grundwasserspiegel bis annähernd an die Oberfläche reicht, kommt abgestorbenes Pflanzenmaterial in einem sauerstofflosen Milieu zu liegen, was die übliche Zersetzung von Pflanzen durch Bakterien und Pilze verhindert. Senkt sich noch zusätzlich der Boden über lange Zeit hinweg ab, so werden die Moore und Sümpfe immer tiefer. Und je tiefer man heute in ein Moor vordringt oder gräbt, umso dunkler werden die abgestorbenen Schichten und umso mehr vertorftes Material wird man antreffen. Dieser Torf ist der erste kleine Schritt zur Braunkohle. Werden die Torfschichten dann noch von Sedimenten überlagert und über Millionen von Jahren Druck mit höheren Temperaturen ausgesetzt, wird ein Inkohlungsprozess gestartet. So entsteht aus den pflanzlichen Ausgangsprodukt nach ungefähr 20 bis 40 Millionen Jahren Braunkohle. Je länger die Braunkohle, wissenschaftlich auch als Lignit bezeichnet, diesem Inkohlungsprozess ausgesetzt ist, umso höher wird der Inkohlungsgrad der Kohle und umso höher ist heute ihr Heizwert. Urwälder aus beispielsweise der erdgeschichtlichen Formation des Karbons konnten durch so einen sehr langen Inkohlungsprozess von über 250 Millionen Jahren in Steinkohle oder sogar Anthrazit umgewandelt worden sein, ganz selten sogar in Grafit.
Der zur Kohle umgewandelte Torf der urzeitlichen Wälder in der Mantscha war nur ungefähr an die 20 Millionen Jahre der Inkohlung ausgesetzt, wodurch eher minderwertige Kohle entstanden ist. Auch hat sich der Boden der Moore kaum gesenkt, was sich auf die Mächtigkeit der Kohlenflöze ausgewirkt hat, die lediglich Stärken von um die 5 Meter erreichen. Dies ist auch der Grund, dass diese Kohlevorkommen nur kurzfristig beschürft wurden.

Die Geschichte des Bergbaus

Lagerungskarte des Josefa-Grubenfeldes, 1876.
Abb. 1: Lagerungskarte des Josefa-Grubenfeldes, 1876.© Geologische Bundesanstalt, Wien
Auszug aus dem Sterbebuch der Pfarre Straßgang.
Abb. 2: Auszug aus dem Sterbebuch der Pfarre Straßgang.© Matricula Online
Köberlforst mit den Resten eines Schachtes.
Abb. 3: Köberlforst mit den Resten eines Schachtes.© Árpád Kunzfeld

Zur Geschichte des Kohlebergbaus in der Mantscha ist nicht sehr viel überliefert. Was wir heute wissen, ist, dass an drei unterschiedlichen Orten Bergbau betrieben wurde und an allen drei Orten Braunkohle abgebaut wurde. Der zeitlich gesehen älteste der drei Abbaue befand sich etwas mehr als 200 Meter nordnordöstlich des Gehöftes vlg. Köberl, knapp westlich des alten Zufahrtsweges zum Gehöft. Der historische Weg dorthin ist heute fast nicht mehr zu erkennen, da er vor vielen Jahren durch eine breite Gemeindestraße ersetzt wurde. Dieser kleine Bergbau wurde zwischen 1853 und 1855 von den Herren Stöger und Porch als ein Schachtbau betrieben. Hilber[3] beschreibt, dass Stöger und Porch bereits nach 2 Metern den Kohleflöz erreicht hatten und Rolle[4], der den Bergbau in den Jahren kurz nach Ende der Betriebszeit aufgesucht hatte, sagt, dass er auf den verlassenen Halden des Schurfes einen – wie er festhält – festen schwarzbraunen Lignit vorgefunden habe sowie blaugraue und braune Schieferthone und Mergel mit den Resten von Land- und Süßwasserschalentieren. In der  IRIS[5] Datenbank der geologischen Bundesanstalt wird dieser kleine Abbau[6] als geringmächtiges Braunkohlenlager in grauen, siltig bis sandigen limnisch-fluviatilen Tonen eines einstigen Flachmoores beschrieben.
Der zweite Abbauort war der größte und der am längsten betriebene Abbau in der Mantscha. Er wird in der Literatur als sogenannter „Köberlschurf” bezeichnet. Dieser Abbau befand sich 160 Meter südöstlich des Gehöftes vlg. Köberl im Bereich der Parzelle Nummer 172. Auch diesen Abbau[7] finden wir in der IRIS Datenbank, wo er mit 2 Stollen und 2 Schächten und einer Betriebszeit um das Jahr 1876 sowie zwischen 1919 und 1920 angegeben wird. Hilber[8] lokalisiert diesen kleinen Bergbau im Thal des Förstlbaches zwischen vlg. Rauch und vlg. Köberl. Dazu dokumentiert er einen Aufschluss im Wald, der von oben nach unten zuerst fast 6 Meter graue Letten zeigt, dann 60 Zentimeter Braunkohle oder Lignit, dann wiederum 50 Zentimeter Letten als Zwischenmittel und dann für 40 Zentimeter wieder Lignit. Nach einem weiteren 1,7 Meter breiten Zwischenmittel tritt noch einmal für 40 Zentimeter Braunkohle auf. Eine Arbeit von Schmidt[9] gibt ähnliche Dimensionen für den Kohlenflöz der „Köberlschurfes” an. Dort heißt es: Im Schurfstollen SE „Köberl1” trat Kohle in 5,7–7,2 m Tiefe auf. Das waren zwei Kohlenbänke von 0,83 m und 0,37 m, die mit 200 Grad nach Westen einfallen. In 1,7 m Tiefe trat eine weitere Kohlenbank von 0,37 m auf. In einem weiteren Schurfstollen fand sich in 0,4–1,5 m Tiefe ein Flöz.
Von Weber und Weiss[10] wissen wir, dass die Berghauptmannschaft Klagenfurt dem Andreas Lampl, einem Grundbesitzer in der Mantscha, im Jahr 1876 das aus 4 Doppelgrubenmaßen bestehende Grubenfeld „Josefa” verlieh, wobei der Name des Grubenfeldes mit dem Vornamen seiner Frau Josefa in Verbindung gebracht werden kann. Lampl bzw. Lampel laut den katholischen Kirchenmatriken der Pfarre Strassgang bezeichnete seinen Bergbau offiziell mit „Mantscha Braunkohlebergwerk”. Ob Lampel direkt aus der Mantscha oder einer der umliegenden Gemeinden stammte, liegt im Dunkeln, da es keine entsprechenden Einträge in den katholischen Kirchenmatriken dieser Zeit gibt. Den einzigen Verweis auf Lampel finden wir im Sterbebuch der für die Mantscha zuständigen Pfarre Straßgang: Am 20. März 1880 verstarb die Frau von Andreas Lampel[11]. Basierend auf diesem Eintrag war der Wohnsitz des Ehepaares zu dieser Zeit Mantscha 24, ein Haus am Fuße des Bockkogels an der Grenze nach Gedersberg. Der Grundbesitzer der Parzelle Nummer 172, Johann Schnabl vlg. Köberl, war darüber hinaus nicht nur Verpächter, sondern arbeitete mit seinen über 60 Jahren noch als Bergarbeiter im Bergbau von Lampel. Der einstige Pachtvertrag zwischen Schnabl und Köberl aus dem Jahr 1876 konnte trotz intensiver Suche in den Unterlagen des Hofes vlg. Köberl nicht mehr gefunden werden. Der „Köberlbauer” Johann Schnabl[12] verstirbt 1886 im Alter von 71 Jahren.
Im Jahr des Todes seiner Frau legt Lampel den Abbau still, denn wir finden im Montanhandbuch[13] den Status „gefristet”. Anschließend verkauft er den Bergbau an die Graz-Köflacher Eisenbahn- und Bergbaugesellschaft, kurz GKB, die den Bergbau weiterhin ruhen lässt[14]. Die Schürfrechte hatte man sich jedoch behalten. Bevollmächtigter war Josef Rochlitzer. Der aus Graz stammende Rochlitzer war Generaldirektor der k. k. privaten Graz-Köflacher Eisenbahn- und Bergbaugesellschaft in Wien, wo er lebte. Nach Geutebrück[15] beginnen 1911 wieder Schurftätigkeiten durch die GKB, und im Zeitraum zwischen 1918 und 1920 lebt der Bergbau kurz wieder auf: Im Jahr 1919 fördern sieben Bergarbeiter 500 Tonnen Braunkohle. Nach dem Niedergang des Bergbaus wird dieser 1934 heimgesagt und gelöscht.
Der dritte und südlichste Schurf lag nach Hilber[16] 340 Meter südsüdwestlich des Gehöftes vlg. Köberl in der Parzelle 325 der Gemeinde Mantscha, wo Andreas Lampel einen Schacht abteufte und ein kleines Kohlevorkommen aufschloss. Auch diesen Schurf finden wir in der IRIS Datenbank[17]. Und so wie den „Köberlschurf” verkaufte Andreas Lampel 1880 auch diesen Abbau an die GKB, ebenso einen weiteren kleinen Kohlebergbau in Wetzelsdorf.
Neben diesen drei Abbauen zeigt uns die Lagerungskarte des Josefa Grubenfeldes noch einen kleinen Abbau westlich des Förstlbaches in der Parzelle Nummer 338. Dieser Abbau ist weder in der IRIS Datenbank erwähnt, noch finden sich irgendwelche Aufzeichnungen über ihn.
Neben den zuvor beschriebenen Abbauen berichtet Hilber[18], dass  Graf Herberstein um das Jahr 1879[19] 10 Meter nach 4 Uhr entfernt vom Abbau des Andreas Lampel einen Stollen anschlagen hatte lassen. Aus diesem Abbau soll Herberstein 2000 Wiener Zentner[20] Braunkohle gefördert haben. Da Lampel im Jahr 1879 noch die Bergbaurechte in der Parzelle Nummer 172 besessen hatte, muss laut Katasterplan dieser Zeit der Bergbau des Grafen in der östlich benachbarten Parzelle Nummer 201 umgegangen sein. Eine Begehung des Geländes bestätigt diese Vermutung, denn die Mundlöcher der beiden Stollen lagen auf Sichtweite. Entsprechende Einträge in den Montanhandbüchern fehlen jedoch.
Nach Aussagen des heutigen Köberlbauern befand sich ein weiterer Stollen südlich des Grundes des Köberlbauern. Dieser Stollen wurde im Rahmen von Kanalbauarbeiten durch Zufall geöffnet. Wie der Köberlbauer mir mitteilte, handelte es sich um einen mit Holz ausgebauten Stollen, aus dem Wasser floss und der tief in den Berg ging. Dieses Mundloch wurde wieder verschlossen.

Der Bergbau heute

Stark verbrochene und verrutschte Mundlochpinge des Köberlschurfes.
Abb. 4: Stark verbrochene und verrutschte Mundlochpinge des Köberlschurfes.© Árpád Kunzfeld
Skizze des ehemaligen Bergbaugeländes.
Abb. 5: Skizze des ehemaligen Bergbaugeländes.© Árpád Kunzfeld

Von den einstigen Bergbauen ist heute nur mehr sehr wenig zu sehen. Die zumeist versteckten Spuren im Gelände sind jedoch auf der ALS-Karte[21] zu finden. Mit Hilfe dieser Art der Online-Recherche erkennen wir bereits vor einer Begehung sehr deutlich im Bereich des „Köberlschurfes” 3 Stollen mit teilweise vorhandenen Haldenresten sowie einen möglichen Tagbau, der jedoch auch ein natürlicher Aufschluss im Gelände sein könnte. Markieren wir diese drei Stollen und den Tagbau auf der ALS-Karte und legen wir den historischen Katasterplan darüber, so erkennen wir, dass sich zwei der Einbaue, aber auch der Aufschluss im Bereich der westlichen Grabenflanke in der Parzelle 172 befinden. Dabei handelt es sich um die in der IRIS-Datenbank beschriebenen zwei Stollen des Köberlschurfes. Die in der IRIS-Datenbank angegebenen Schächte lassen sich nicht erkennen. Bei dem dritten ehemaligen Stollen, der knapp südöstlich neben dem Köberlschurf liegt, handelt es sich um den Schurfbau des Grafen Herberstein.
Mehrfache Begehungen des Geländes haben mir diese Recherchen bestätigt, wobei jedoch einiges an montanhistorischem Wissen erforderlich ist, um die einstigen Einbaue vor Ort tatsächlich zu erkennen. So lässt sich einer der beiden Schächte im Gelände anhand einer mehrere Meter im Durchmesser messenden leichten Vertiefung nördlich der Stollen erkennen, welche anzeigt, dass an dieser Stelle gearbeitet worden war. Bei dieser Vertiefung im Gelände dürfte es sich jedoch nicht um einen klassischen bergmännischen Schacht gehandelt haben, sondern um eine mehrere Meter tiefe Grabung, um den Kohleflöz zum Zwecke der Mutung freizulegen. Der angesprochene Tagaufschluss ist heute sehr stark verrutscht, wodurch die Schichten, die Kohle führten, tief unter der heute üppigen Vegetation begraben sind. Auch das Gehöft des „vlg. Köberlbauern” besteht noch, und zwar als ein in der Region bekannter Schweinezuchtbetrieb mit angeschlossenem gut sortiertem Hofladen[22]. Ebenso ist die Parzelle 172, auf der sich der Bergbau befand, bis heute im Besitz des Köberlbauern.

Die letzte Nutzung der Braunkohlemine in der Mantscha fand vor dem Hintergrund von breiter Arbeitslosigkeit sowie eines akuten Rohstoffmangels zwischen dem ausklingenden 19. Jahrhundert und der Zeit um den Ersten Weltkrieg statt. Neben dem Braunkohleabbau in der Mantscha war es damals eine Reihe weiterer kleiner bemerkenswerter Bergwerke in der Region um die Stadt Graz, welche den Leuten Arbeit brachte, darunter die Farberde-Bergbaue in Thal und am Steinberg sowie die Eisensteinbergbaue am Buchkogel, in Neustift bei Andritz und auf der Platte bei Graz. Die Spuren vieler dieser Abbaustätten, darunter nicht zuletzt der ehemalige Braunkohlebergbau in der Mantscha, sind heute kaum noch zu erkennen und daher vor Ort nur mehr ganz wenigen Menschen bekannt – ein Grund mehr, sie durch montan‑ und industriegeschichtliche Fallstudien rechtzeitig zu dokumentieren.

Anmerkungen

[1] Theophrast meint hier Holzkohle.
[2] Walther E. Petraschek, Kohle (Berlin–Heidelberg–New York 1956).
[3] Vincenz Hilber, Das Tertiärgebiet um Graz, Köflach und Gleisdorf. In: Jahrbuch der kaiserlich-königlichen Geologischen Reichsanstalt (Wien 1894), 281–368 [in Folge: HILBER, Tertiärgebiet], hier 312.
[4] Friedrich Rolle, Die tertiären und diluvialen Ablagerungen in der Gegend zwischen Gratz, Köflach, Schwanberg und Ehrenhausen in Steiermark. In: Jahrbuch der Geologischen Reichsanstalt 7/3 (Wien 1856), 545.
[5] Interaktives Rohstoff Informationssystem (= IRIS), Geologische Bundesanstalt in Wien.
[6] IRIS: ID 1613, Bergbau- und Haldenkataster: 164/3009
[7] IRIS: ID 2715, Bergbau- und Haldenkataster: 164/3011
[8] Hilber, Tertiärgebiet 312.
[9] Walter Schmidt, Abschlussbericht über die Gasführung steirischer Kohlevorkommen (Leoben 1986), 43.
[10] Leopold Weber/Alfred Weiss, Bergbaugeschichte und Geologie der österreichischen Braunkohlevorkommen. In: Archiv für Lagerstättenforschung der geologischen Bundesanstalt (Wien 1983), 37f.
[11] Diözese Graz-Seckau, Matricula Online: Rk. Diözese Graz-Seckau. Pfarre Graz-Strassgang, Sterbebuch VI 1853–1887, 378.
[12] Diözese Graz-Seckau, Matricula Online: Rk. Diözese Graz-Seckau. Pfarre Graz-Strassgang, Sterbebuch VI 1853–1887, 545.
[13] Österreichisches Montanhandbuch (=MHB) 1880, 64.
[14] MHB 1885, 70; MHB 1890, 82; MHB 1895, 88.
[15] Ernst Geutebrück, Übersicht über die Kohleführenden und Kohlehöffigen Tertiärgebiete der Steiermark. In: Bericht im Rahmen des Forschungsprojektes 2975 des Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung des Bundesministeriums für Wissenschaft und Forschung, Montanuniversität Leoben (Leoben 1980), 126–128.
[16] Hilber, Tertiärgebiet 311ff.
[17] IRIS: ID 2715, Bergbau- und Haldenkataster: 164/3011
[18] Hilber, Tertiärgebiet 311ff.
[19] Hilber beruft sich auf eine Aussage des „Köberlbauern”, die 15 Jahre zurückliege. Bezieht man diese Zeitspanne auf das Drucklegungsjahr von Hilbers Studie 1894, ergibt sich das oben genannte Jahr 1879.
[20] Entspricht 112 Tonnen.
[21] Airborne Laser Scanning Karte des digitalen Atlas der Steiermark:  https://gis.stmk.gv.at/wgportal/atlasmobile/map/Basiskarten/Basiskarte
[22]  Hammer-Fleisch

Árpád Kunzfeld, geb. 1957, Studium des Markscheidewesens an der Montanuniversität Leoben, arbeitete bis 1988 im Kohlebergbau Karlschacht in Rosental und im Blei-Zink-Bergbau in Bleiberg Kreuth bei Villach. Berufsfotograf. Ausbildung zum Regional- und Heimatforscher bei MUSIS.
Forschungsschwerpunkt: Montangeschichte

 

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